Schon am Vortag waren die Karten vergeben. So hoch schlägt das Herz der SSC-Fans für dieses Spiel. Es bekommt seine besondere Würze dadurch, dass auf der Seite des türkischen Gegners mit Denise Hanke eine Spielerin steht, die noch in der letzten Saison für den SSC das Eisen aus dem Feuer holte. Eczacibasi ist einer von drei Vereinen der Türkei, die in der diesjährigen Champions League aufschlagen. Der Verein stand zweimal nahe dran am Gewinn der Champions League: 2. Platz 1980 und 3. Platz 2000. Diesmal möchte Cheftrainer Lorenzo Micelli mit seinem Team unter die ersten Vier der Champions League kommen. Die Reise nach Schwerin trat die Mannschaft mit der Gewissheit an, „kein leichtes Spiel mit dem Schweriner SC zu haben“, so die Worte von Kapitän Esra Gümüs Kirici. Vor der Abreise telefonierten wir in Istanbul mit Denise Hanke. Wie groß ist ihre Freude, in Schwerin anzutreten?

 „Die ist riesig. Vor allem freue ich mich, alle mal wieder zu sehen. Ungewohnt ist es für mich schon, nun auf der gegnerischen Seite des Spielfeldes zu stehen.“

Wie bist Du angekommen in Deinem neuen Verein?

 „Ich bin super aufgenommen worden und fühle mich sehr wohl. Ich war die Erste der ausländischen Neuverpflichtungen, die in Istanbul angekommen ist. Einige Spiele in der türkischen Liga habe ich bereits hinter mir. Es läuft alles sehr professionell. Und im Verein geht es sehr familiär zu.“

Wie lebt es sich in Istanbul?

 „Die Stadt, die Menschen – es ist der helle Wahnsinn. Jeden freien Tag verbringe ich in der Stadt. Meine Mutter war auch schon hier, um mich zu besuchen.“

Wie stark schätzt Du Dein neues Team ein?

 „Aus dem Nähkästchen möchte ich nicht plaudern, aber für unsere Gegner wird es schwer, uns zu bezwingen. Zwar haben auch wir noch einige Baustellen, doch das Potenzial ist enorm, das in der Mannschaft steckt. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass hier alle an einem Strang ziehen.“