Denn vor der Pause wegen der Olympia-Qualifikation hagelte es für die SSC-Damen drei Niederlagen (in Köpenick und Leverkusen in der Bundesliga und in Wiesbaden im Pokal-Viertelfinale). Fehlender Biss bis zuweilen mangelnde Einstellung machte der Coach damals auch als Grund für die Pleiten aus. "Wir wollen gerade hier zu Hause zeigen, dass wir mit der richtigen Einstellung diese wichtige Partie gewinnen wollen." Denn bei einem Sieg kann der Vizemeister die Sachsen auf Distanz halten. Schwerin hat derzeit 20:4 Zähler auf dem Konto, Dresden 18:6.

Beim SSC entspannte sich in den vergangenen Wochen die Personalnot. Kristin Kasperski (Knie-OP/Grundausbildung bei der Bundeswehr), Julia Retzlaff (Kreuzband) und Cathrin Schlüter (Augenverletzung) sind wieder einsatzfähig. Auch Patricia Thormann und Tina Gollan haben ihre gesundheitlichen Probleme überstanden. Einzig noch nicht wieder hundertprozentig fit ist die Finnin Hannah Torkkeli nach ihrer Innenbandverletzung. "Sie braucht noch zwei, drei Wochen, hat aber zuletzt sehr große Fortschritte gemacht", so der Trainer, der damit "Gott sei Dank wieder Alternativen" hat. Diese hat er in der vergangenen Woche zur Vorbereitung beim USC Münster ausprobiert. Vier Tage war der SSC bei den Westfalen, um mal andere Trainingsreize zu setzen.

Große Alternativen hat DSC-Trainer Arndt Ludwig hingegen nicht. Der DSC reiste gestern mit zehn Spielerinnen in Schwerin an. Der Meister wird wohl mit Libero Grit Müller auflaufen, da Kerstin Tzscherlich nach ihrer Knie-OP noch ein bisschen Zeit benötigt. Und Heike Beier, die bei der Nationalmannschaft als Libero eingesetzt wurde, kehrt auf Außen zurück.

Es bleibt abzuwarten, wie der Meister die Reisestrapazen überstanden hat. Denn am Mittwochabend spielte er noch im Achtelfinal-Hinspiel im Challenge-Cup in Athen. Der 3:1-Erfolg hat aber bestimmt Selbstvertrauen gebracht. Und mit Sicherheit wurmt die Sachsen noch immer die 2:3-HeimNiederlage gegen den SSC aus dem Hinspiel. Schwerin wird alles daransetzen, damit der DSC den Spieß nicht umdreht.

Foto-Herbert Kewitz: Die SSC-Volleyballerinnen sind gerüstet für das heutige Ost-Duell gegen Dresden.