Die Frage wird sein, wie hat sich die Mannschaft von Schwerins Trainer Tore Aleksandersen nach den letzten beiden herben Niederlagen in Dresden (1:3) und gegen Leverkusen (0:3) vor heimischem Publikum erholt. Fakt ist, die Meisterschaft ist für den SSC gelaufen. Vielleicht ist das aber der große Vorteil.

"Der große Druck von außen ist nicht mehr da. Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren und wollen die Saison gut zu Ende spielen", sagt SSC-Teammanager André Wehnert. Es komme jetzt darauf an, aus dieser Saison noch etwas Positives mitzunehmen, zu zeigen, dass man guten Volleyballspielen kann. "Für die jungen Spielerinnen ist das jetzt ein Lernprozess, sich auch weiterzuentwickeln. Zu zeigen, dass man sich aus einem emotionalen Tief selbst herauskämpfen kann", so Wehnert weiter. Wichtig sei, dass die Mannschaft wieder Spaß am Volleyballspielen bekommt, als Team auftritt.

Klar ist aber, dass sich die SSC-Damen steigern müssen. In erster Linie in der Annahme, damit das Angriffsspiel wieder besser klappt. Gegen Leverkusen war zudem eine hohe Fehlerquote beim Aufschlag zu verzeichnen. Da verschlugen die Schwerinerinnen in drei Sätzen 14 Aufgaben. Es gilt aber auch mal, wie der Trainer seit Wochen fordert: "Mit mehr Mut zum Risiko" zu spielen und die taktische Marschroute einzuhalten. Und nicht wie am Sonntag bei fünf Satzbällen im dritten Abschnitt die "total falsche taktische Entscheidung zu treffen".

Die Mecklenburgerinnen sind gewarnt, hat doch Leverkusen durch die Überraschung in Schwerin Selbstvertrauen getankt. Es war der erste Bayer-Sieg in der Meisterrunde. Und dass Leverkusen Schwächen des Gegners ausnutzen kann, zeigte die Bayer-Truppe schon in ihrem Heimspiel der Normalrunde. Der SSC verlor mit 2:3. Aber auch da stellte sich Schwerin eher selbst ein Bein. Die Devise des Tabellendritten kann nur lauten: Den Bock gegen Leverkusen umzustoßen.

Weiter heute: Suhl – Wiesbaden, Vilsbiburg – Dresden.