Schwerin – Die Sanierung des Sport- und Veranstaltungskomplexes Lambrechtsgrund mit einem privat-öffentlichen Projekt zwischen der Landeshauptstadt und dem Bauriesen Heitkamp wird immer wahrscheinlicher. Gestern Abend beschlossen die Stadtvertreter, bis zum Juni 2009 insgesamt acht Millionen Euro durch Verkäufe von städtischem Eigentum oder Beteiligungen zu erzielen, die dann als Investition in das Projekt Lambrechtsgrund fließen. Damit erfüllt die Kommunalpolitik die Forderung des Innenministeriums, das das Vorhaben bislang als zu teuer abgelehnt hat. Durch die von der Stadtvertretung versprochenen acht Millionen Euro und die zusätzlich vom Innenministerium in Aussicht gestellten vier Millionen Euro Fördermittel ist die Genehmigung des so genannten Hallenprojektes durch das Innenministerium als Kommunalaufsichtsbehörde wahrscheinlich. Perspektivisch sollen dadurch die Sport- und Kongresshalle als modernes Kultur- und Veranstaltungszentrum etabliert, das Sportinternat gebaut und eine Sporthalle vor allem für die SSC-Bundesliga-Volleyballerinnen errichtet werden. Dafür verpflichtet sich die Stadt, 25 Jahre lang 1,6 Millionen Euro Zuschuss für den Betrieb zu zahlen – so viel wie bisher. Ohne den gestrigen Beschluss wären es 2,4 Millionen pro Jahr gewesen, was das Land der Stadt nicht zugetraut hatte (SVZ berichtete).

Kritik gab es trotz des klaren Abstimmungsergebnisses von 21 Ja- und 4 Nein-Stimmen bei 8 Enthaltungen dennoch: Es sei noch nicht klar, durch welche konkreten Verkäufe das Acht-Millionen-Versprechen eingelöst werden könne.

Dieser Artikel erschien bereits am 02.10.2007 in der SVZ.