Chance zum big point nutzen

"Das wird das schwierigste Auswärtsspiel für uns", sagt Trainer Tore Aleksandersen. Er muss heute Abend ab 20.15 mit seinen Volleyballerinnen des Schweriner SC bei den Roten Raben Vilsbiburg antreten. Beide Teams liegen punktgleich mit dem Dresdner SC an der Bundesliga-Spitze. Schwerin ist nur auf Grund des besseren Satzverhältnisses Tabellenführer.

Die SSC-Damen wissen, dass es heute ein heißer Tanz werden wird. Aber bange machen gilt nicht, schließlich hatten die Mecklenburgerinnen in der Normalrunde beide Vergleiche mit den Raben gewonnen. In Vilsbiburg siegte man im Tiebreak, das Heimspiel war mit 3:0 eine so nicht erwartete klare Angelegenheit für die Mannschaft um SSC-Kapitän Kathleen Weiß. "Ich glaube nicht, dass es so ein klares Ergebnis wieder werden wird. Vilsbiburg wird kämpfen", erwartet der Coach einen offenen Schlagabtausch. Für ihn ist klar: "Vilsbiburg steht unter Druck. Wenn du um die Meisterschaft spielen willst, musst du deine Heimspiele gewinnen. Anders herum gilt für uns, dass wir mit einem Sieg in Vilsbiburg einen big point holen können. Wir müssen nur Gas geben, dann kann uns das gelingen wie in der Normalrunde", sagt der Norweger. Aber dafür müssen sich die SSC-Damen im Gegensatz zum Wiesbaden-Spiel (3:1) steigern, will man die Spitzenposition verteidigen. Solche Hänger gerade wie im zweiten Satz darf man sich nicht leisten.

Aber auch bei Vilsbiburg lief es zum Meisterrunden-Auftakt nicht rund. Zwar gewann man mit 3:1 in Leverkusen, doch auch die Roten Raben leisteten sich einige Aussetzer. "Wir müssen von Anfang mit dem Aufschlag Druck machen und sie zu Fehlern zwingen", so der SSC-Coach.

Der Norweger muss auf Mittelblockerin Patricia Thormann (Bänderdehnung im Knöchel) und Zuspielerin Denise Hanke (Platzwunde am rechten Mittelfinger) verzichten. Beide begaben sich gestern erst gar nicht mit auf die zehnstündige Busfahrt nach Niederbayern. Für "Paty" wird Berit Kauffeldt auf die zweite Mittelblocker-Position rücken. Im Zuspiel steht sowieso Kathleen Weiß.