In Durchgang zwei wendete sich das Blatt. Beim 11:11 war die Annahmeschwäche beim SSC nicht zu übersehen: 11:15. "Wir haben auf gut deutsch eine sch… Annahme gespielt. Zum Schluss haben wir uns da etwas gesteigert", bilanzierte SSC-Trainer Tore Aleksandersen schonungslos und fügte Krititk in anderen Bereichen an: "Wir hatten Probleme über Außen und nur neun Blockpunkte in fünf Sätzen sind gar nichts." Auch Zuspielerin Kathleen Weiß lieferte schon bessere Spiele.

In Abschnitt eins hielt der SSC mit druckvollen Aufgaben die Gäste noch in Schach. Auch das funktionierte zunehmend nicht mehr. Schwerin produzierte Fehler über Fehler, Dresden kam zum Satz-Ausgleich.

Im folgenden Durchgang das selbe Bild. Schwerin lief ständig einem Rückstand hinterher, der beim 7:13, und 11:18 bedrohliche Ausmaße annahm. Es wurde aber "nur" ein 21:25.

Dann eine erneute Kehrtwendung. Beim SSC kam Denise Hanke, die ihre Sache gut machte, jetzt für Kathleen Weiß und spielte bis zum Schluss. Die Gäste waren jetzt von der Rolle. Als SSC-Mittelblockerin Berit Kauffeldt mal ein Ass gelang und es 12:8 stand, holte sich der Vizemeister über 16:10, 20:14 mit 25:20 Durchgang vier.

Der Tiebreak musste entscheiden. Und beim 10:7 sah der SSC wie der Sieger aus. Doch dann versenkte Dresdens Beste, Heike Beier, einen Angriff. Im Anschluss scheiterte Cathrin Schlüter zweimal am Block: 10:10 – große Verunsicherung. Bezeichnend für die gesamte Partie, dass beim 11:14 ein Fehler auf SSC-Seite, diesmal versemmelte Berit Kauffeldt, den Punkt brachte und damit das Match für Dresden entschied.