So fiel ihre Kritik aus. In der Presse waren die Töne schärfer, vor allem was die Fehlleistungen der Hamburgerinnen anbetraf. Selbst der eigene Verein titelte am Montag auf seiner Internetseite: „Schwerin verprügelt Hamburg“. Das „Hamburger Abendblatt“ schrieb: „NA. blamiert sich beim 0:3 in Schwerin“. „NA. an die Wand gespielt“ frohlockte die „Schweriner Volkszeitung“ angesichts der überzeugenden Leistung der Schwerinerinnen. Der eigene Verein in Schwerin sah das Ergebnis so: „Schweriner SC deklassiert Pokalfinalisten NA. Hamburg“. Hart aber dem Spielverlauf angemessen waren die Kommentare. Hamburgs Trainer Helmut von Soosten war außer sich: „Wir machten im 1. Satz so viele Fehler wie Schwerin im ganzen Spiel.“ Der Schweriner Trainer fand für seine Mannschaft die Worte : „Super gemacht.“

SSC – Damen Mannschaft des Jahres 2007

Als weitere aufmunternde Zugabe zum gewonnenen Spiel gab es für seine Mannschaft die überraschende Mitteilung, in der Sportlerumfrage 2007 der „Schweriner Volkszeitung“ die Mannschaft des Jahres geworden zu sein. Die Volleyballerinnen kauften damit den Kickern von Hansa Rostock den Schneid ab, die Zweiter geworden sind. Und zu den sportlichen Lieblingen der Leser gehört auch Kathleen Weiß, die in der Kategorie Frauen den 3. Platz belegte. Der Schweriner SC hat sich nach den beiden gewonnenen Spielen am Freitag und am Sonntag mit 26:6 Punkten in der Tabellenspitze festgesetzt und dürfte kein Problem mehr haben, in der Meisterrunde der sechs besten Mannschaften um den Meistertitel mitzumischen. Dennoch warten mit den Spielen am 16. Februar in Suhl gegen den VfB (dem zweiten Pokalfinalisten) und am 23. Februar in Schwerin gegen den schärfsten Mitfavoriten um die Meisterschaft, die Roten Raben aus Vilsbiburg, schwere Aufgaben auf Kathleen Weiß und Co.
Der NA. Hamburg hat in dieser Beziehung noch große Sorgen und muss die anstehenden vier Saisonspiele gewinnen, um noch in die Meisterrunde zu kommen..