Leistung immer noch nicht stabil genug
Das sah man auch am Wochenende beim Vorbereitungsturnier des Schweriner SC. Tina fehlt immer noch die Konstanz, wie schon in den vergangenen Jahren. Wenn sie hinter den Ball haut und dem Gegner den um die Ohren schlägt, dann hat die Abwehr kaum eine Chance. Nur wenn die Angreiferin versucht, variabel zum Beispiel einen Tipp-Ball zu spielen, funktioniert es oftmals nicht. "Ich darf erst gar nicht anfangen zu denken", weiß die Brünette, dei seit 2003 beim Schweriner SC spielt.

Das Potenzial der Junioren-WM-Fünften von 2003 in Thailand ist groß, doch dazu sagt sie selbst: "Ich will das nicht mehr hören. Irgendwann muss ich auch mal mein Potenzial ausschöpfen. Ich bin groß und muss angreifen können." Eine Einsicht, die Tina jetzt hoffentlich auf den richtigen Weg bringt, den SSC-Trainer Tore Aleksandersen von der extrovertierten jungen Dame schon lange fordert.

Zumindest scheint die Angreiferin die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Denn noch einmal will sie so eine Niederlage nicht erleben. Wenn die deutsche Mannschaft die Olympia-Qaulifikation schafft, will Tina in Peking dabei sein. "Nächstes Jahr muss es so sein, dass der Bundestrainer nicht mehr an mir vorbeikommt. Ich will nach Peking", so ihre klare Ansage.

Eine klare Ansage macht sie auch in Richtung Saisonziel mit dem Schweriner SC. "Ich hoffe, dass die Mannschaft als Mannschaft spielt und es weiter so harmonisch zugeht, wie bis jetzt", so Tina, die seit einer Woche wieder beim SSC ist und sich nach drei Monaten bei der Nationalmannschaft schnell wieder eingefügt hat.