Sassi reist aus Berlin an, denn dort ist sie Zuhause und dort unternimmt sie alles, um nach der Knie-OP wieder auf die Beine zu kommen. Die Krücken benutzt sie nicht mehr. Soweit läuft alles gut, wie sie sagt. Aber alles braucht seine Zeit. Man kann sie nicht überlisten. Darum zieht es sie täglich zur Therapie und zum Krafttraining. „Es ist anstrengend und nicht sehr abwechslungsreich, zum Training zu gehen und immer dieselben Übungen zu vollziehen“, gibt sie zu. „Da brauchst Du ein klares Ziel, um durchzuhalten.“ Ihr Ziel ist, wieder fit zu werden und für den Schweriner SC spielfähig zu sein. Und ihr innigster Wunsch lautet, im Kader der Nationalmannschaft zu bleiben, die in diesem Jahr an der Weltmeisterschaft teilnimmt. Deutschland spielt bei der WM in der Gruppe A in Rom mit Italien, Dominikanische Republik, Argentinien, Kroatien und Tunesien.

Heimspiele des SSC hat sie in ihrer Verletzungspause schon öfter besucht. Das  am Sonnabend gegen Aachen ist ein ganz besonderes. Denn ihre Mannschaft hat nach der 3:1-Niederlage im ersten Playoff-Spiel in Aachen nur eine Option: Gewinnen!  Sie traut ihren Mädels zu, noch weiter nach vorne zu kommen. „Das erste Spiel in Aachen zeigte, wie knapp es zugehen kann. Spielerisch schenkten sich beide Mannschaften nichts. Ich denke, dass die Mädels es auch mit der Unterstützung des heimischen Publikums packen können. Dann käme es zu einem dritten Spiel. Und da kann alles passieren.“