Auswärts-Spielpraxis bestens genutzt

11. April 2019
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© Ecki Raff

„Den Satz, ob ich ausgerechnet gegen den SSC so gut spielen musste, hab ich schon ein-, zweimal gehört“, gibt Marie Schölzel zu. Die Mittelblockerin – eigentlich bei Volleyball-Meister SSC Palmberg Schwerin unter Vertrag, nach ihrer Verletzungspause aber an den Ligakonkurrenten USC Münster ausgeliehen – war mit dem USC im Viertelfinale der Playoffs ausgerechnet auf den SSC getroffen. Die Nationalspielerin hatte mit einer bemerkenswerten Leistung wesentlich dazu beigetragen, dass Schwerin sich den Halbfinaleinzug mit einem 3:2 überraschend hart erkämpfen musste. „Wenn schon, denn schon“, steht die gebürtige Berlinerin dazu, in jedem Spiel ihr Bestes zu geben. „Es ist ja auch cool, die anderen gut zu kennen und zu wissen, welche Spielzüge funktionieren können, wobei man dann auch ausblendet, wer da gegenübersteht und sich ganz auf das Spiel konzentriert. Ein anderer Gegner wäre mir aber vor allem für Münster lieber gewesen, um größere Chancen aufs Weiterkommen zu haben.“ Die Entscheidung, beim USC zurück ins Spiel zu finden, sei auf jeden Fall die richtige gewesen: „Die Zeit dort hat mir sehr gefallen, die Mannschaft war super cool. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen von Trainer und Verein, mir diese Chance zu ermöglichen.“

Durch ihre Ausleihe an den USC ist die Berlinerin in dieser Saison nicht mehr für Schwerin spielberechtigt, kann also nun zuhause Pause machen und Kraft tanken. Zum ersten Mal seit Jahren Ostern frei zu haben – das ist ein Luxus, den die 21-Jährige genießen will. „Ich brauche die freie Zeit jetzt auch, um fürs Studium vorzuarbeiten, bevor es Ende April mit der Nationalmannschaft losgeht. Vorher werde ich zur Saisonabschlussfeier nach Münster fahren und mir, wenn es sich ergibt, auch ein Spiel in Schwerin anschauen.“

Marie Schölzel war im September 2018 im Training umgeknickt und hatte sich dabei Risse an Bändern und Gelenken des linken Fußes zugezogen. Als Ersatz hatte der SSC die Kroatin Beta Dumančić wiederverpflichtet. Als Schölzel im Januar 2018 wieder einsatzfähig war, eröffnete sich im – verletzungsbedingt dezimierten – Münsteraner Mittelblock die Chance, mehr Spielpraxis und ein intensiveres Training als in Schwerin absolvieren zu können.

 

ssc-intern [kawi]


© Eckhard Mai

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