„Schrecklich!“ nannte der Schriftsteller Mark Twain die deutsche Sprache, die so furchtbar schwer zu lernen ist mit ihren komplizierten und unverständlichen Eigenheiten. Warum zum Beispiel braucht es drei Artikel der, die, das, wenn man doch gut mit einem „the“ auskommen kann? „Ein paar Aspekte sind schon frustrierend“, gibt auch Ariel Gebhardt zu. Die Außenangreiferin des Schweriner SC nimmt gemeinsam mit ihren beiden amerikanischen Teamkolleginnen Lauren Barfield und Lexi Dannemiller einmal pro Woche Deutschunterricht. „Aber im Großen und Ganzen macht es Spaß, Deutsch zu lernen, ich mag vor allem die Laute, die es im Englischen nicht gibt.“

Zuspielerin Lexi Dannemiller hat auch schon ein Lieblingswort erkoren: „Auspuff! Keine Ahnung, wieso, es ist einfach lustig, es zu sagen. Und ich lerne gern etwas Neues.“ Für sie ist es momentan noch am schwersten, den Anweisungen von SSC-Trainer Felix Koslowski zu folgen, ist sie doch erst ein paar Monate im Land. „Im Training rede ich fast nur Deutsch. Aber gerade in ihrem Zuspiel-Bereich versteht Lexi inzwischen schon einiges“, lobt der Coach. „Ich finde es gut, dass sie die Sprache lernen wollen, das ist nicht selbstverständlich. Lauren versucht auch schon, auf Deutsch zu antworten und probiert Redewendungen, die sie aufgeschnappt hat, das ist oft lustig.“ Na ja, gibt die Mittelblockerin zu: „Im Sprechen hinke ich noch hinterher. Aber ich verstehe sehr viel und ich erwische mich dabei, dass ich ziemlich oft ‚Nicht schlecht‘ und ‚Ich weiß nicht‘ sage.“

Zwischen Unterricht und Trainingseinheiten üben die Mädels manchmal noch mit einem Online-Kurs, Lauren schaut auch gern „Das perfekte Dinner“. Eins lassen sich die Volleyballerinnen trotzdem nicht nehmen: die wöchentlichen Englischvorstellungen im Kino. „Ich liebe die Montagabende im MegaMovies!“, bestätigt Lexi.

 

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