Leicht erschöpft, jedoch gut gelaunt verlässt die slowakische Mittelblockerin den Kraftraum. Veronika Hroncekova hat ein anstrengendes Training hinter sich. Es ist nicht gerade ihre Lieblingsbeschäftigung, doch sie weiß auch, wie notwendig das ist. Das Krafttraining ist wichtig für die Gesundheit, den Muskelaufbau und vor allem um in Form zu bleiben. Bekommt man da nach der Schinderei nicht schnell Lust auf etwas Süßes? „Ab und zu kann ich mir schon mal einen Schokoriegel zwischendurch erlauben“, sagt sie. Veronika hat sich gut in Schwerin eingewöhnt. Es hilft ihr sehr, dass in der Mannschaft mehrere Nationen vertreten sind. Neun sind es an der Zahl. Im Training wird fast nur Englisch gesprochen. Das Team versteht sich untereinander gut, gern verbringt man auch einen Teil der  Freizeit gemeinsam: „Wir mögen es, im mexikanischen Restaurant Bolero zu essen.“  Veronika Hroncekova sieht glücklich und zufrieden aus. Sie ist froh beim Schweriner SC zu sein. Hier hat sie die Herausforderung gefunden, die sie suchte. Ein bisschen Glück war auch mit im Spiel. Zuvor hatte sie 3 Jahre beim VK Agel Prostejov gespielt. Ihren Vertrag dort nicht zu verlängern, war für sie die richtige Entscheidung. Jedoch gab es beim Wechsel zu anderen Vereinen Probleme und so hatte sie nicht mehr viel Zeit, einen passenden Club zu finden: „ Ich wurde schon sehr nervös, es waren ein paar wirklich harte Tage für mich, denn die neue Saison stand kurz bevor.“ Von Kindesbeinen an wollte sie nur Volleyball spielen. Ohne Verein stellte dies aber ein Problem dar: „Meine Familie und Freunde standen immer hinter mir und ermutigten mich. Und zum Glück hat mir Saskia (Saskia Hippe im Vorjahr bei Agel Prostejov) erzählt, dass in Schwerin eine Mittelblockerin gesucht wurde.“  Der Schweriner SC brauchte einen Ersatz für die verletzte Mittelblockerin Anja Brandt. Veronika packte sofort ihre Sachen und innerhalb weniger Tage war der Wechsel perfekt. Inzwischen sind mehrere Monate verstrichen und die Saison ist in vollem Gange. Veronika hat in den bisherigen Spielen bewiesen, dass sie für die Mannschaft eine große Hilfe ist. Im Pokal-Wettbewerb und in der Champions League ist der Schweriner SC zwar ausgeschieden. Aber in der Meisterschaft ist noch alles offen. Viele sprechen von den erfolgreichen letzten Jahren des SSC, aber Veronika Hroncekova weiß auch: „Wir sind dieses Jahr eine ganz andere Mannschaft. Viele sind sehr jung. Natürlich würden wir gerne die gleichen Erfolge wie in den letzten Jahren aufweisen. Am Saisonanfang haben wir uns ja das Ziel gesetzt, das Finale der Meisterschaft zu erreichen.“ Auf die Frage ob das Ziel ihrer Meinung nach auch wirklich zu erreichen ist, gibt sie selbstbewusst zur Antwort: „ Ja das halte ich für möglich. An unser Vorhaben negativ gestimmt heranzugehen, ist auch der völlig falsche Weg. Eine positive Denkweise ist entscheidend. Und an Aufgeben ist bei uns eh nicht zu denken.“