Am Freitag Abend präsentierte sich die VCO Mannschaft von Bundestrainer Tietböhl in sehr guter Verfassung und legten eine sehr konzentrierte Leistung auf das Parkett. Die Schweriner Mädchen hingegen zeigten sich verkrampft und fanden nicht in ihr Spiel. Die Annahmespieler fanden zu keiner Zeit ihren Rythmus und hielten den starken VCO Aufschlägen nicht stand. Auch Spielerwechsel brachten nicht die nötige Sicherheit. Zu diesem Annahmeproblem kamen noch ideenlose Angriffe auf außen und diagonal. 

Allein im zweiten Satz hatte man das Gefühl man könnte langsam in das Spiel finden, als die Berliner ihre einzige Auszeit des ganzen Spieles beim Stand von 10:09 für Schwerin nahmen. Doch an diesem Tag sollte es nur ein Strohfeuer für die Schweriner sein. Die Satzstände von 10:25 16:25 und 09:25 sprechen eine klare Sprache und ein sichtlich bedienter Trainer bat sofort nach dem Spiel zur Mannschaftssitzung. "Ich habe den VCO stark erwartet,aber unsere Leistung ist absolut indiskutabel." Blieb nach diesem Spiel also nur noch das Debakel zu verarbeiten und die Köpfe frei zu bekommen für den Auftritt am nächsten Tag gegen den TSV Rudow. 

Was die Zuschauer dann am nächsten Tag sahen war eine sehr engagierte Schweriner Mannschaft die sich deutlich verbessert präsentierte. Dennoch sah man auch hier wieder Annahmeschwächen in den entscheidenden Endphasen der Sätze. Auch viele Angriffe fanden nicht ihr Ziel und wurden mit zu viel Risiko ins aus gehauen. Die nötige Ruhe und Cleverness sah man eindeutig auf Seiten der Rudower Damen. So kam es wie es in solch einem Vergleich von alt gegen jung so oft passiert. Junge Schweriner die sich nicht clever genug und ihre athletischen Vorteile nutzend präsentierten verloren auch an diesem Tag gegen ein fast fehlerfrei spielendes Rudower Team. Mit 0:3 ganz sicher auch eine deutliche Niederlage die weh tut und in den Köpfen hängen bleibt. 

"Dieses Wochenende war für mich eine sportliche Katastrophe und wir werden viel aufarbeiten müssen, mental wie auch spielerisch" analsierte Trainer Renneberg. Zeit genug um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten ist vorhanden, denn erst in 2 Wochen stehen die Schweriner wieder in der Halle. Dann aber auch bei niemand geringerem als der zweiten Vertretung des USC Münster. Im Hinspiel sahen die Zuschauer hier den Start einer Siegesserie für das junge SSC Team. Die Vorzeichnen stehen hier also schon einmal nicht schlecht.