Sportler entwickeln, Persönlichkeiten formen

Der SSC II Schwerin führt den vielversprechendsten weiblichen Nachwuchs im mecklenburgischen Volleyball an den Profisport heran: Die jungen Mädchen messen sich im normalen Wettkampfmodus mit den Erwachsenenmannschaften der Dritten Liga Nord. „Hier kristallisiert sich heraus, wer wirklich bereit dazu ist, einen Schritt weiter zu gehen und eine Profikarriere ins Auge zu fassen“, sagt SSC II-Cheftrainer Arne Kramer.
„Beim SSC II Schwerin werden die Mädchen nicht nur Volleyballerinnen, die Technik und Taktik beherrschen – es geht um den ganzen Menschen. Gerade in diesem Alter verändert sich viel, entdecken die Mädchen, dass es mehr im Leben gibt als Volleyball. Schule, Familie und Freunde fordern auch ihre Aufmerksamkeit, und es ist wichtig, die richtige Balance zu finden, denn wenn einer dieser Bereiche nicht funktioniert, läuft es auch im Sport nicht rund. Das ist viel Arbeit, nicht nur in der Halle, und steigert sich mit jedem Jahr im Volleyballsport mehr, vor allem, wenn Spielerinnen in die Jugendnationalmannschaft berufen werden.

Im Grunde gibt es drei Wege, die SSCII-Spielerinnen von hier aus gehen können: Sie machen den Schritt in die Spitze, in die erste Bundesliga, so wie Lea Ambrosius, die seit letztem Jahr schon Erfahrungen in der Erstligamannschaft des SSC Palmberg Schwerin sammeln konnten . Oder die Mädchen entscheiden, dass sie zwar weitermachen wollen, aber nicht auf allerhöchstem Niveau, und suchen sich einen Verein in der zweiten Bundesliga, zum Beispiel Stralsund. Dann haben wir Spielerinnen wie Pia Selke, die mit einem Stipendium nach dem Abitur in die USA zum Studieren gehen.