Nachdem am letzten Wochenende zum Doppelspieltag in Berlin noch viel Lehrgeld gezahlt werden musste, war für dieses Spiel klar das 3 Punkte her sollten. Dementsprechend konzentriert begannen die Talente des SSC auch. Mit viel Geduld und unkomplizierten Volleyball erspielte man sich Punkt für Punkt. Kleine Rückstände oder Führungen änderten nichts am kontrollierten Spiel. So ging es den ersten Satz hin und her auf Augenhöhe, bis Ende des ersten Satzes drei kleine Fehler die erste größere Führung für Münster bedeuteten. Ein Wechsel auf der Außenposition, Lisa Stein für Lene Scheuschner, so wie die Verstärkung des Außenblocks durch Marie Holstein für Anna Vogt, brachten die Wende und mit sehr konzentrierter Block- und Abwehrarbeit konnte der 5 Punkte Rückstand (17:22) aufgeholt werden und in ein 25:23 für den SSC umgewandelt werden. Der zweite Satz gestaltete sich dann in der ersten Phase relativ deutlich. Bis zum 19:11 dominierte der SSC das Geschehen, durch gute Abwehrarbeit und kontrollierten Angriffsaufbau. Erst am Ende wackelte dann kurz die Annahme und der Angriff etwas, doch war der Vorsprung schon zu groß um diesen Satz noch abgeben zu können. Zu Beginn des dritten Satzes setzten sich die kleinen Unsicherheiten fort, konnten jedoch im Verlauf abgestellt werden. Einen Bruch im Münsteraner Spiel gab es dann mit der Verletzung der Diagonalspielerin, die durch die zweite Zuspielerin ersetzt werden musste. Dachte man jetzt das Spiel sei entschieden sah man sich getäuscht. Die Münsteraner taten das Einzige was ihnen in dieser Situation helfen konnte. Mutig, frech und kämpferisch überraschten sie den SSC jetzt öfter und man fand nicht das richtige Mittel um dagegenzuhalten. Dann der Schock auf SSC Seite. Zuspielerin Anna Vogt verletzte sich an der Hand als sie einen Ball am Netz retten wollte und der gegnerische Mittelblock voll auf die Hand angriff. Wie sich später rausstellte war ein Finger gebrochen und die Sehne dazu abgerissen. Michaela Wessely kam aufs Feld, konnte unter der Woche aufgrund von Krankheit aber nicht voll trainieren. Den Rest des Satzes benötigten die Schweriner dann um sich wieder neu zu sortieren und auf das etwas schnellere Zuspiel einzustellen. Folgerichtig ging der dritte Satz verdient an Münster. Im vierten Satz starteten die SSC Talente dann etwas ungeduldig und es schlichen sich Fehler ein in Angriff und Abwehr. Nachdem diese Schwächephase überstanden war kontrollierte man das Spiel wieder und erarbeitete sich Punkt für Punkt den Satzgewinn mit guter Block und Abwehrarbeit. „Die Zielstellung unsere Eigenfehler deutlich zu minimieren und den Gegner taktisch zu kontrollieren hat über weite Strecken des Spiels gut funktioniert“ meinte Trainer Renneberg. Nach den letzten Wochen in denen doch einige Punkte liegen gelassen wurden tut dieser Sieg allen beteiligten gut und gibt neue Kraft für die kommenden Aufgaben.