Die Volleyball Bundesliga: Home of Respect

Emotionen, Eleganz, Präzision, Power, Dynamik: Volleyball ist ein hochattraktiver, sehenswerter Mannschaftssport. In der deutschen Volleyball Bundesliga werden Werte wie Respekt und Gemeinschaft tatsächlich gelebt und sind in allen Hallen spürbar. Ihre Anziehungskraft speist sich aber auch aus der zunehmenden Professionalität der Liga, ist SSC-Chefcoach Felix Koslowski sicher:

„Die Liga wird immer anspruchsvoller, hat sich qualitativ gut entwickelt. Bei den Frauen spielen inzwischen locker sechs Teams vorn mit, das macht sie interessant und spannend. Wir sind zwar nicht die Türkei oder Italien, aber es gibt immer drei, vier deutsche Teams wie den SSC, die auch in europäischen Wettbewerben lange mitmischen. Noch vor wenigen Jahren war es praktisch undenkbar, dass eine Spielerin aus Deutschland nach Italien, in die Türkei, nach Asien wechselte. Inzwischen passiert das jedes Jahr. Das ist auch eine Wertschätzung unserer Liga und unserer immer intensiveren, komplexeren Arbeit.“

Alle Bundesliga-Spiele des SSC Palmberg Schwerin in der Saison 2017/18 finden sich hier im Überblick.

Das sind die Herausforderer

Unser Scout Olaf Garbe hat sich die 10 Gegner des SSC Palmberg Schwerin in der Bundesligasaison 2017/18 bereits genau angesehen und für uns eingeschätzt:

Allianz MTV Stuttgart

Sieben Abgänge musste der bisherige Co- und nun Cheftrainer Giannis Athanasopoulos ersetzen und rund um die verbliebenen Leistungsträger Michaela Mlejnková (AA), Renata Sandor (AA), Micheli Tomazela Pissinato (MB) und Deborah van Daelen (D) ein neues Team aufbauen. Entscheidend wird sein, wie Rückkehrerin Femke Stoltenborg (aus Aachen) und Pia Kästner (vom VCO Berlin) die Regieposition ausfüllen, und ob van Daelen zusammen mit Neuzugang Nikoleta Perovic auf der Diagonalposition Akzente setzen kann. Auch in dieser Saison einmal mehr einer der härtesten Konkurrenten um den Titel.

Dresdner SC

Auch in Sachsen wurde neu aufgebaut. Gemessen am Ziel, die nach den Ansprüchen des DSC unbefriedigende letzte Saison zu toppen, wirkt der Kader allerdings nicht stark genug für den Titelkampf. Eine weitere Verstärkung zum Jahresende wäre keine Überraschung. Eine entscheidende Frage ist, wie die junge Finnin Piia Korhonen in ihrer ersten Auslandsverpflichtung auf Diagonal in die großen Fußstapfen von Liz McMahon treten kann. Im Mittelblock sollte man mit der talentierten Ivana Mrdak (SRB) und Saša Planinšec (SLW) besser aufgestellt sein.

VC Wiesbaden

Wie schon letzte Saison kann Wiesbaden auch diesmal eine der Überraschungsmannschaften werden. Leistungsträger wie Molly McCage (MB -> Stuttgart), Delainey Aigner-Swesey (D) und Libera Alyssa Longo wurden durch junge deutsche Spielerinnen aus Münster, Erfurt und Potsdam ersetzt. Für eine erfolgreiche Saison muss die Achse zwischen Zuspielerin Irina Kemmsies und der neuen Diagonal Kimberly Drewniok funktionieren; man kennt sich aus der Nationalmannschaft.

SC Potsdam

Gleich acht Spielerinnen aus dem Vorjahr (u.a. Zuspielerin Denise Imoudu, Diagonal Marta Drpa, MB Ivona Svobodnikova) stehen weiterhin im Kader von Davide Carli. Unter den vier Abgängen war allerdings auch Punktegarantin Roslandy Acosta – das muss erst einmal kompensiert werden. Das Karriereende von Stammlibera Lisa Rühl hinterlässt für die erst 19-jährige Sophie Dreblow eine große Verantwortung.

Rote Raben Vilsbiburg

Bei den Roten Raben gingen alle Schalter auf Null: Nur Lena Stigrot (AA) und Marlies Wagendorp (MB) verblieben dem neuen Coach Timo Lippuner. Der baute einen sehr ausgeglichenen Kader auf. Aus vielen individuell starken Spielerinnen, u.a. Davana Segovia (D), Anja Zdovc (AA), Laura Künzler (AA/D) sowie dem Auswahl-Block Jennifer Pettke und Leonie Schwertmann, muss ein Team zusammengeschweißt werden. Gelingt das, ist Vilsbiburg ein klarer Kandidat mindestens fürs Halbfinale der Play-Offs.

USC Münster

Und noch ein Neuaufbau: Finanzielle Vorgaben machten einen Neustart in Münster unumgänglich. Den leitet der frühere SSC-Trainer Teun Buijs. Um die erfahrenen Neuzugänge Lisa Thomsen (L), Mareike Hindriksen (Z) und die verbliebene Ines Bathen (AA) wurden viele Positionen mit Nachwuchsspielerinnen aufgefüllt. Schmerzhaft war sicher der Abgang von Ausnahmetalent Hannah Orthmann nach Italien. Der vermutliche Stammsechser wird wohl die Saison durchhalten müssen, um im Mittelfeld mitzuspielen. Vielleicht kann sich aber auch das ein oder andere Nachwuchstalent aus der eigenen Schmiede in den Fokus spielen.

Ladies in Black Aachen

Viel Kontinuität an der Neuköllner Straße: Fast das komplette Team – neben zahlreichen Niederländerinnen u. a. die Deutsche Frauke Neuhaus (D) und die Amerikanerin McKenzie Adams (AA) – von Cheftrainerin Saskia van Hintum konnte gehalten werden. Nur drei Ab- und Neuzugänge sind zu verzeichnen. Aus Münster ist Zuspielerin Britt Bongaerts als Nachfolgerin von Femke Stoltenborg dazu gestoßen. Das eingespielte Team hat ausreichend Potential für Platz 6.

VfB Suhl Lotto Thüringen

Es gab wieder viele Probleme in Suhl – zunächst klaffte eine beträchtliche Lücke im geplanten Etat, dann kam die Hiobsbotschaft, dass der Hallenumbau nicht wie avisiert 2017 fertig wird, so dass man an 5 (!) verschiedenen Orten trainieren und den Bundesligaspieltag nach Meiningen verlegen muss. Sorgen macht zudem die Langzeitverletzung von Langzeitkapitän Claudia Stegner. Trotzdem ist man viel Herzblut dabei, die Hürden zu nehmen und den Bundesligabetrieb abzusichern. Der Kader wirkt stärker als im Vorjahr, Überraschungen sind drin.

Schwarz-Weiss Erfurt

Sportlich eigentlich abgestiegen, konnte Erfurt den Erstligaplatz halten, da der Zweitliga-Aufsteiger verzichtete. Mit Jonas Kronseder holte man sich aus Vilsbiburg einen erfahren Trainer, in den man viel Vertrauen setzt, um Erfurt in der ersten Liga zu etablieren. Das Team wurde ordentlich gerüttelt. Verlängert hat Ex-Schwerinerin Michaela Wessely. Ihr steht neu Bailey Nichol (USA) auf der Zuspielposition zur Seite. Zu Madleen Piest auf Diagonal gesellt sich die Argentinierin Erika Mercado. Ruhe und Routine soll vor allem die 33-jährige Wivian Gadelha de Souza (MB) aus Brasilien ins Team einbringen.

VCO Berlin

Unser allererster Gegner der aktuellen Saison. Die Youngster mit Sonderspielrecht in der ersten Liga und unter Leitung von Bundestrainer Martin Fryndes werden wieder alles daran setzen, um die „Großen“ zu ärgern und sich vor allem gegen Erfurt, Suhl und Aachen mindestens Satzgewinne zu sichern. Mit Gina Köppen, Aisha Skinner und Luise Klein stehen drei Spielerinnen im Kader, die ein Doppelspielrecht für den SSC Palmberg Schwerin erhalten haben.

Der Spielmodus der ersten Volleyball Bundesliga

Alle teilnehmenden Mannschaften tragen vom 14. Oktober 2016 bis zum 10. März 2017 zunächst eine Hauptrunde mit Hin- und Rückspiel aus.

In den anschließenden Playoffs haben im Viertelfinale (Platzziffern 1-8; 2-7; 3-6; 4-5) die besser platzierten Mannschaften zunächst Heimrecht. Auch im Viertelfinale wird im Modus „best of three“ gespielt. Die Spielpaarungen für das Halbfinale (Platzziffern 1-4; 2-3) und Finale (Platzziffern 1-2) ergeben sich ebenfalls aus den Platzierungen nach der Hauptrunde. In welchem Modus das Halbfinale und Finale gespielt wird steht noch nicht fest. Der Sieger der Playoffs ist Deutscher Meister.

Die Mannschaft auf Platz 11 steigt in die 2. Bundesliga ab. Die mit Sonderspielrecht ausgestattete Nachwuchsmannschaft des VC Olympia Berlin ist von der Wertung ausgenommen.

Zur Saison 2017/18 steigt der Meister der 2. Bundesligen in die 1. Bundesliga auf.

Volleyball Bundesliga
2006 wurde die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) als eigenständiger Ligaverband innerhalb des DVV gegründet. Die Entwicklung der Volleyball Bundesliga konnte seitdem noch intensiver vorangetrieben werden. Im August 2014 wurde aus der DVL die Volleyball Bundesliga (VBL) mit einem hauptamtlichen Kompetenzzentrum in Berlin. Seitdem gehen die Vereine unter dem Motto „Home of Respect“ aufs Feld. Mit aktuell 76 Vereinen ist die VBL der größte Ligaverband unter den Spielsportarten.

Weitere Infos unter: www.volleyball-bundesliga.de