Die Volleyball Bundesliga: Home of Respect

Emotionen, Eleganz, Präzision, Power, Dynamik: Volleyball ist ein hochattraktiver, sehenswerter Mannschaftssport. In der deutschen Volleyball Bundesliga werden Werte wie Respekt und Gemeinschaft tatsächlich gelebt und sind in allen Hallen spürbar. Ihre Anziehungskraft speist sich aber auch aus der zunehmenden Professionalität der Liga, ist SSC-Chefcoach Felix Koslowski sicher:

„Die Liga wird immer anspruchsvoller, hat sich qualitativ gut entwickelt. Bei den Frauen spielen inzwischen locker sechs Teams vorn mit, das macht sie interessant und spannend. Wir sind zwar nicht die Türkei oder Italien, aber es gibt immer drei, vier deutsche Teams wie den SSC, die auch in europäischen Wettbewerben lange mitmischen. Noch vor wenigen Jahren war es praktisch undenkbar, dass eine Spielerin aus Deutschland nach Italien, in die Türkei, nach Asien wechselte. Inzwischen passiert das jedes Jahr. Das ist auch eine Wertschätzung unserer Liga und unserer immer intensiveren, komplexeren Arbeit.“

Alle Bundesliga-Spiele des SSC Palmberg Schwerin in der Saison 2016/17 finden sich hier im Überblick.

Das sind die diesjährigen Konkurrenten des SSC und so schätzt Cheftrainer Felix Koslowski die Mitbewerber um den Meistertitel ein:

Ladies in Black Aachen

Die einzige Trainerin in der Bundesliga und Co-Trainerin der Niederlande Saskia van Hintum (NED) hat viele niederländische und noch unbekannte Spielerinnen nach Aachen gezogen. Mit Iona Maria Baciu (ROUD) und Anna Kalinovskaya-Guengoer (BLR, MB) stehen aber auch zwei erfahrene Spielerinnen bei den Ladies in Black Aachen auf dem Feld. Ich denke, das Ziel der Mannschaft wird sein, sich schnell im Mittelfeld der Liga festsetzen zu können.

USC Münster

Der USC Münster wird mit vielen neuen Spielerinnen auftreten, aber wenn alles gut zusammenpasst und auch das Quäntchen Glück dabei ist, kann das Halbfinale angestrebt werden. Viel Verantwortung wird auf Erica Wilson (USA, D) lasten, die aber mit Kaisa Alanko (FIN) und Britt Bongaerts (NDL) auf zwei sehr gute Zuspielerinnen vertrauen kann. Interessant wird auch die Entwicklung von Hanna Orthmann (GER, AA), einem der großen deutschen Talente, sein.

VCO Berlin

Der VC Olympia ist als Nachwuchsschmiede des DVV eins der wichtigsten Teams der Liga und diese Saison wird zur Vorbereitung der EM-Qualifikation im kommenden Jahr dienen. Der neue Bundes- und damit auch VCO-Trainer Martin Frydnes (NOR) mochte die Mannschaft auf den anstehenden Wettkampfhöhepunkt vorbereiten und man darf auf die zweite Saisonhälfte und die Entwicklung der Mannschaft mit der Schwerinerin Gina Köppen gespannt sein.

Köpenicker SC Berlin

Der neue Trainer, Ur-Berliner Manuel Rieke, wird beim Köpenicker SC Berlin erstmalig als Cheftrainer auftreten und hat viele deutsche Talente in die Hauptstadt geholt. Marie Holstein (GER, D) und Louise Klein (GER, Z) sind den Schwerinern noch bestens bekannt und sollen sich in Berlin mit mehr Spielpraxis weiterentwickeln. Ziel der Mannschaft wird sicherlich der Einzug in die Playoffs sein.

VC Wiesbaden

Der VC Wiesbaden wird mit den jungen Zuspielerinnen Lia-Tabea Mertens und Irina Kemmsies (beide GER), in die Saison starten und es wird spannend, wer sich durchsetzen kann. Neben der erfahrenen Karolina Bednarova (CZE, AA) kommen einige jungen Talente wie Eliza Karley Hynes (AUS, AA), Mallory Grace McCage (USA, MB) und Dora Grozer (GER, AA) in die Bundesliga. Ziel wird der Einzug ins Halbfinale sein.

Allianz MTV Stuttgart

Allianz MTV Stuttgart konnte die erfolgreiche Starting Six aus dem Vorjahr fast halten. Zudem kommt Renata Sandor, die sich Ende letzten Jahres einen Kreuzbandriss zuzog, wieder zurück; sie wird den Stuttgarter Außenangriff noch starker machen. Zudem konnten mit Aiyana Whitney (USA, Diagonal), Nia Grant (USA, Mittelblock) und Jennifer Pettke (GER, Mittelblock) starke Transfers vermeldet werden.

VfB 91 Suhl

Alles neu, aber irgendwie doch vieles alt: Mit dem alten Namen VfB 91 Suhl und dem ehemaligen Trainer Han Abbing startet der Traditionsverein in die neue Spielzeit. Auch wenn die Saison nicht leicht wird, die Mannschaft hat im vergangenen Jahr gezeigt, dass sie kämpfen kann und auch der Verein hat im Sommer alles gegeben, um weiterhin erstklassig zu sein. Es wird sicher auch in diesem Jahr die eine oder andere Überraschung in der Suhler Wolfsgrube und vor dem phantastischem Publikum geben.

Rote Raben Vilsbiburg

Die Roten Raben Vilsiburg werden mit ihrem neuen Kader auf jeden Fall das Halbfinale ins Auge fassen. Das Spiel wird von Naoko Hashimoto (JPN) gelenkt und zu nennen sind bei den Neuverpflichtungen Ruth Keao Anuenue Burdine (USA, AA) und die noch unbekannte Courtney Reigh Felinski (USA, AA). Mit Lena Stigrot (GER, AA) und Liana Mesa Luaces (CUB, D) sind zwei bekannte Größen in Bayern geblieben. Auch hier muss sich erst eine Mannschaft finden, das Halbfinale ist aber auf jeden Fall machbar.

SWE Volley Team

Schwarz-Weiss Erfurt ist zurück in der ersten Volleyball Bundesliga und der Verein möchte sich hier etablieren, so dass schnell ein Platz im Mittelfeld angestrebt werden sollte. Die Mannschaft mit vielen jungen deutschen Talenten, darunter auch die ehemaligen SSC-Spielerinnen Madleen Piest und Michaela Wessely, wurde mit internationalen Spielerinnen ergänzt und man kann gespannt sein, wie das Team sich präsentieren wird.

Dresdner SC

In Dresden erlebt man gerade einen großen Umbruch, denn es werden in diesem Jahr nur zwei Spielerinnen aus der Vorsaison beim DSC bleiben. Mit Rückkehrerin Mareen Apitz (GER) und Lucie Smutna (CZE) wird die Zuspielposition sehr gut besetzt sein. Die beiden US-Amerikanerinnen Michelle Jocelynn Birks (Außenangriff) und Elizabeth Ann McMahon (Diagonal), Top-Scorerin in der koreanischen Liga der vergangenen Saison, werden am Netz viel Druck machen. Nun heißt es, eine Mannschaft zu formen, die sicher in den Top 3 zu finden sein wird.

SC Potsdam

Beim SC Potsdam werden wir mit Davide Carli als Trainer und Denise Imoudu zwei alte Bekannte wiedersehen. Der Kader für diese Saison ist nochmal starker als im Vorjahr. Die Venezualerin Roslandy Acosta kam als MVP der Vorsaison und auch die serbischen Neuzugänge Marta Drpa (D) und Ljubica Kecman (AA) werden den Gegnern das Leben sehr schwer machen. Potsdam ist auf jeden Fall ein Halbfinalkandidat, wobei der Kader auch die Qualität für mehr hat.

Der Spielmodus der ersten Volleyball Bundesliga

Alle teilnehmenden Mannschaften tragen vom 22. Oktober 2016 bis zum 4. März 2017 zunächst eine Hauptrunde mit Hin- und Rückspiel aus.

Nach der Hauptrunde spielen zunächst die Mannschaften auf den Plätzen 7-10 die Teilnahme an den Playoffs der besten acht Mannschaften in sogenannten Pre-Playoffs aus (Platzziffern 7-10; 8-9). Die Mannschaften auf den Rängen 1-6 sind direkt für die Playoffs qualifiziert. In den Pre-Playoffs wird im Modus „best of three“ gespielt.

In den anschließenden Playoffs haben im Viertelfinale (Platzziffern 1-8; 2-7; 3-6; 4-5) die besser platzierten Mannschaften zunächst Heimrecht. Auch im Viertelfinale wird im Modus „best of three“ gespielt. Die Spielpaarungen für das Halbfinale (Platzziffern 1-4; 2-3) und Finale (Platzziffern 1-2) ergeben sich ebenfalls aus den Platzierungen nach der Hauptrunde. Das Halbfinale wird im Modus „best of three“, das Finale im Modus „best of five“ gespielt. Der Sieger der Playoffs ist Deutscher Meister.

Die Mannschaft auf Platz 12 steigt in die 2. Bundesliga ab. Die mit Sonderspielrecht ausgestattete Nachwuchsmannschaft des VC Olympia Berlin ist von der Wertung ausgenommen.

Zur Saison 2016/17 steigen die beiden Meister der 2. Bundesligen in die 1. Bundesliga auf.

Volleyball Bundesliga
2006 wurde die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) als eigenständiger Ligaverband innerhalb des DVV gegründet. Die Entwicklung der Volleyball Bundesliga konnte seitdem noch intensiver vorangetrieben werden. Im August 2014 wurde aus der DVL die Volleyball Bundesliga (VBL) mit einem hauptamtlichen Kompetenzzentrum in Berlin. Seitdem gehen die Vereine unter dem Motto „Home of Respect“ aufs Feld. Mit aktuell 76 Vereinen ist die VBL der größte Ligaverband unter den Spielsportarten.

Weitere Infos unter: www.volleyball-bundesliga.de